Regionale Verteilung von Innovationspotenzialen in Deutschland

Ausgewählte Indikatoren zu Forschung und Entwicklung, Sektorstrukturen und zum Einsatz von Qualifikationen in der Wirtschaft


Expertenkommission Forschung und Innovation (EFI)


Studie zum deutschen Innovationssystem Nr. 3-2010


Birgit Gehrke, Harald Legler, Ulrich Schasse (NIW), Christoph Grenzmann, Bernd Kreuels (SV-Wissenschaftsstatistik) unter Mitarbeit von Mark Leidmann (NIW)


Hannover und Essen, Januar 2010

Weitere Informationen unter www.e-fi.de

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Die Unterschiede zwischen den ost- und westdeutschen Ländern beim FuE-Einsatz in der Wirtschaft sind weiterhin sehr groß. Zwar werden in Ostdeutschland in weit überdurchschnittlichem Maße Mittel und Personal für die Durchführung von FuE in Hochschulen und wissenschaftlichen Forschungseinrichtungen eingesetzt. Die Defizite in der Wirtschaft werden damit aber noch lange nicht aufgehoben. Die insgesamt geringe FuE-Intensität der ostdeutschen Wirtschaft ist im Wesentlichen darauf zurückzuführen, dass trotz der sichtbaren Annäherung noch immer deutliche Unterschiede im Hinblick auf die Wirtschaftsstruktur zwischen West und Ost bestehen. Besonders wachstumsträchtige forschungs- und wissensintensive Branchen sind in Ostdeutschland in Summe noch immer unterrepräsentiert. Unabhängig davon besteht in allen Teilen Deutschlands weiterhin ein erhebliches Zentrum-Peripherie-Gefälle bei der Verteilung der FuE-Kapazitäten, die sich zu rund zwei Drittel in Agglomerationsräumen konzentrieren. Im Hinblick auf die FuE-Kapazitäten der Wirtschaft zeigen sich breite Vorteile für den Südwesten Deutschlands und nur vereinzelte „Leuchttürme" im Norden und Osten. Dieses räumliche Muster lässt sich auch anhand der regionalen Ausstattung mit forschungsintensiven Industrien sowie der Einsatzintensität von Hochqualifizierten belegen.