Forschungs- und wissensintensive Wirtschaftszweige

Außenhandel, Spezialisierung, Produktion, Beschäftigung und Qualifikationserfordernisse in Deutschland


Im Auftrag der Expertenkommission Forschung und Innovation (EFI)


Studie zum deutschen Innovationssystem Nr. 4-2010


Birgit Gehrke und Harald Legler unter Mitarbeit von Mark Leidmann


Hannover, Februar 2010

Weitere Informationen unter www.e-fi.de

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Hoch entwickelte Volkswirtschaften wie Deutschland können auf dem Weltmarkt vor allem durch Spezialisierung auf Güter und Dienstleistungen mit hohem Qualitätsstandard und technischen Neuerungen hinreichend hohe Preise erzielen, die den inländischen Beschäftigten hohe Realeinkommen und den Anbietern Produktions- und Beschäftigungszuwächse ermöglichen. Dies gilt in erster Linie für forschungsintensive Güter und hochwertige, wissensintensive Dienstleistungen, in denen die Schaffung von neuem Wissen den entscheidenden Erfolgsfaktor darstellt. In der Analyse zeigt sich u a. deutlich, dass die Triebfeder für die jahrelange Expansion forschungsintensiver Industrien in Deutschland zum überwiegenden Teil in der hohen Auslandsnachfrage zu suchen war. Im zurückliegenden Aufschwung ist diesbezüglich eher eine Konsolidierung zu beobachten. Spitzentechnologien blieben dabei in ihrer Exportdynamik klar hinter Hochwertiger Technik zurück. Die vergleichsweise höchsten Steigerungen beim Auslandsumsatz konnten gar die nichtforschungsintensiven Industrien verzeichnen. Diese Entwicklung sollte man nicht aus dem Auge lassen: Möglicherweise gelten auch künftig andere Vorzeichen für den Welthandel, die aus einer Vielzahl von Einflussfaktoren (veränderte Knappheiten, Nachfragepräferenzen, Protektionismus etc.) resultieren und Spezialisierungsvorteile verwischen.