Regional- und Standortanalysen

In allen Teilen der Welt stehen Regionen angesichts der zunehmenden Wissensorientierung der Wirtschaft und einer zunehmenden globalen Vernetzung von Produktion und Innovation vor neuen Herausforderungen. Erfolgreiche Regionalentwicklung in Industrieländern kann unter diesen Rahmenbedingungen nur gelingen, wenn trotz höherer Lohnkosten durch technologisch führende Produkte und innovative Dienstleistungen ein Wettbewerbsvorteil gegenüber aufstrebenden Entwicklungs- und Schwellenländern aufrechterhalten wird. Gleichzeitig müssen Antworten auf den demographischen Wandel und dessen Auswirkungen auf Daseinsvorsorge, das Gesundheits- und Sozialsystem sowie das Fachkräfteangebot gefunden werden.

Das NIW erarbeitet Regional- und Standortanalysen, in denen aktuelle und regionsspezifische Handlungsbedarfe und Entwicklungspotenziale identifiziert werden. Die wissenschaftlichen Untersuchungen zum spezifischen Kontext einzelner Regionen und Standorte werden dabei immer im Zusammenhang mit den globalen Wettbewerbsbedingungen diskutiert. Im Mittelpunkt der Regional- und Standortanalysen des NIW stehen folgende Themenbereiche:

  • Demographischer Wandel
  • Arbeitsmarkt und Beschäftigung
  • Einkommen und soziale Lage
  • Wirtschaftlicher Strukturwandel
  • Kommunale Finanzen
  • Infrastrukturen und Daseinsvorsorge
  • Bildung und Qualifikation
  • Innovations- und Aufwertungsprozesse
  • Globale und lokale Wertschöpfungsketten
  • Politische Institutionen und Förderprogramme

Die Umsetzung strategischer Zielsetzungen erfordert langfristig orientierte Analyseinstrumente. Durch das NIW-Regionalmonitoring liegt ein Informationsinstrument vor, mit dessen Hilfe langfristige Entwicklungstrends und aktuelle Themenstellungen der Regionalentwicklung in Niedersachsen aufgezeigt werden können. Darüber hinaus erstellt das NIW Bevölkerungs-, Beschäftigungs- und andere Prognosen und wendet wissenschaftlich fundierte Schätzverfahren zur Bestimmung regionalökonomischer Effekte großer Unternehmen, Investitionsvorhaben und Veranstaltungen an. Das NIW nutzt statistische Verfahren, die dem aktuellen Forschungsstand entsprechen und besonders für Fragestellungen kleinerer Teilräume eine hohe statistische Robustheit der Ergebnisse besitzen.