Was passiert, wenn die Verkehrsinfrastruktur nicht verbessert wird? - Eine Analyse der Regionalentwicklung in der Region Holzminden-Höxter

Gutachten im Auftrag der B 240-Initiative e.V., Holzminden

Schiller Daniel und Eike Matthies

Hannover, September 2014

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Das Niedersächsische Institut für Wirtschaftsforschung e.V. (NIW) wurde im April 2014 von der B 240‐Initiative e.V., Holzminden, beauftragt, ein Gutachten zur Regionalentwicklung in der Region Holzminden‐Höxter zu erstellen. Von Seiten des Auftraggebers ist geplant, die Ergebnisse des Gutachtens im Rahmen des Beteiligungsverfahrens zur Aufstellung des Bundesverkehrswegeplans 2015 (BVWP) beim Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) und beim Niedersächsischen Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr (MW) einzubringen.

Trotz eines insgesamt sehr hohen Ausbaustands im Bereich der Straßenverkehrsinfrastruktur darf nicht übersehen werden, dass es nach wie vor Regionen gibt, die aufgrund ihrer räumlichen Lage abseits der großen Verkehrsachsen in ihrer Erreichbarkeit und aufgrund ihrer Randlage innerhalb ihrer Bundesländer benachteiligt sind. Das Gutachten beschäftigt sich mit einem solchen Raum: der Region Holzminden‐Höxter.

Das Gutachten beantwortet ausgehend von der empirischen Untersuchung der Regionalentwicklung die Frage "Was passiert, wenn die Verkehrsinfrastruktur nicht verbessert wird?". Ausgangspunkt der Argumentation ist die Bewertung des Ist‐Zustands der Erreichbarkeit der Region. Die Bestandsaufnahme umfasst außerdem die Analyse der sozio‐ökonomischen Entwicklung der Region und die Herausarbeitung bestehender Entwicklungspotenziale und Herausforderungen. Darauf aufbauend werden Szenarien vorgestellt, die im Falle einer ausbleibenden Verbesserung der Straßenverkehrsinfrastruktur zu erwarten sind. Diese beziehen sich auf Unternehmen, private Haushalte und Gebietskörperschaften der Region. Dazu wurden zehn Expertengespräche mit Geschäftsführern bzw. Vorstandsvorsitzenden von Unternehmen sowie Vertretern aus Politik und Verwaltung in der Region geführt. Abschließend werden die wesentlichen Auswirkungen einer fehlenden Verbesserung des Ausbaus der Straßenverkehrsinfrastruktur zusammengefasst und in den verkehrs‐ und regionalpolitischen Kontext von Bund, Land und Europäischer Union eingeordnet. Darüber hinaus enthält das Gutachten Handlungsempfehlungen, die einen Beitrag für die Formulierung regionaler Handlungsstrategien für den Landkreis Holzminden innerhalb des Amtes für Regionale Landesentwicklung Leine‐Weser und für das Südniedersachsen‐Programm leisten können.

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