Regionalmonitoring Niedersachsen - Regionalreport 2003 - Positionierung und Entwicklungstrends ländlicher und städtischer Räume

Gutachten im Auftrag des Niedersächsischen Ministeriums für den ländlichen Raum, Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz

Jung Hans-Ulrich und Lars Masurek

Hannover, Oktober 2003




Das Niedersächsische Ministerium für den ländlichen Raum, Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz hat das NIW beauftragt, ein Informationsinstrument zur laufenden Beobachtung der regionalen Entwicklung in Niedersachsen aufzubauen. Dieses Regionalmonitoring verfolgt die Ziele,

  • das Ausmaß der regionalen Struktur- und Entwicklungsprobleme zu bestimmen, d.h. langfristige und aktuelle Entwicklungstrends in den Kernbereichen der Landesentwicklung zu identifizieren und einen Überblick über die räumliche Vielfalt und Bandbreite der regionalen Entwicklungen in Niedersachsen zu gewinnen,
  • sich anbahnende problematische Entwicklungen in einzelnen Teilräumen und Standorten möglichst frühzeitig zu erkennen und deren Trends zu verfolgen,
  • die häufig überzogene Problemsicht einzelner Regionen zu objektivieren,
  • die Diskussion um die Handlungsnotwendigkeiten in einzelnen Regionen oder in speziellen Politikfeldern auf eine gemeinsame Informationsbasis zu stellen und nicht zuletzt auch
  • die Erfolge im Abbau regionaler Ungleichgewichte zu dokumentieren.

Das Regionalmonitoring ist ein auf Fundierung, Begleitung und Umsetzung angelegtes, permanent verfügbares Informationsinstrument der Politikberatung. Das Informationssystem basiert auf einem Datensatz (aussagekräftiger) regionalwirtschaftlicher Struktur- und Entwicklungsindikatoren in den Bereichen Demographie, Wirtschaft und Beschäftigung, Arbeitsmarkt, Bildung und Qualifikation, Löhne und Einkommen sowie Kommunale Finanzen, die insgesamt den Handlungsrahmen der regionalisierten Strukturpolitik abstecken.

Die Kernergebnisse des Regionalmonitoring werden jährlich in einem Regionalreport der interessierten Öffentlichkeit vorgestellt, der die aktuellen Entwicklungstrends darstellt, auf sich abzeichnende Problemfelder und -regionen hinweist, aber auch Fortschritte und positive Entwicklungen dokumentiert. Die Grundaussagen des Textteils werden durch ausgewählte Abbildungen und einen Kartenanhang visualisiert. In den jährlich erscheinenden Regionalreports werden jeweils bestimmte Themenbereiche der regionalen Entwicklungspolitik schwerpunktmäßig vertieft.

Der erste Bericht, der als "Regionalreport 2003 Positionierung und Entwicklungstrends ländlicher und städtischer Räume" im Herbst 2003 erschienen ist, vergleicht bei den wichtigsten Indikatoren die längerfristige regionale Entwicklung (etwa seit Ende der 80er Jahre) mit der Entwicklung der letzten Jahre (1998 bis 2002). Der Regionalreport besteht im Kern aus acht Abschnitten:

  1. Raum- und Siedlungsstruktur
  2. Bevölkerungsstruktur und Eentwicklung
  3. Wirtschaftsstruktur und Entwicklung
  4. Arbeitsmarkt
  5. Bildung und Qualifikation
  6. Löhne und Einkommen
  7. Kommunale Finanzen
  8. Herausforderungen und Konsequenzen für die regionale Entwicklungspolitik

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