Aktuelle Arbeitsmarktsituation und Perspektiven der Gesundheits- und Pflegeberufe in der Region Hannover

Gutachten im Auftrag der Region Hannover

Cordes Alexander, Nina Heinecke und Hans-Ulrich Jung

Hannover, Januar 2012

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Im Auftrag der Region Hannover hat das NIW die aktuelle Arbeitsmarktsituation in den einzelnen Gesundheits- und Pflegeberufen aufgearbeitet und darüber hinaus die Perspektiven für die Fachkräftesicherung beleuchtet - insbesondere vor dem Hintergrund der aktuellen Beschäftigtenstruktur, der Ausbildungssituation sowie des zu erwartenden demographisch bedingten Nachfrageanstiegs nach Gesundheits- und insbesondere nach Pflegeleistungen.

Die Region Hannover ist ein bedeutender Beschäftigungs- und vor allem Ausbildungsort für die Gesundheits- und Pflegeberufe. Entlang der gesamten Wertschöpfungskette der Gesundheitswirtschaft sind in der Region Hannover fast 62.000 Beschäftigte zu verzeichnen. Damit ist etwa jeder siebte Beschäftigte in der Region in der Gesundheitswirtschaft tätig. Stark vertreten ist v.a. der Kernbereich des Gesundheitswesens (insbesondere mit den zahlreichen Krankenhäusern), auf den die Mehrzahl der Beschäftigten in den Gesundheitsberufen entfällt. Die Ausbildungsangebote der Berufsfachschulen und Schulen des Gesundheitswesens, die duale Ausbildung in den Praxen und in den Betrieben des Gesundheitshandwerks sowie die Studienangebote an der Medizinischen Hochschule Hannover und der Fachhochschule Hannover umfassen ein sehr differenziertes Berufsspektrum. In vielen Berufen wird in der Region Hannover auch für den überregionalen Bedarf ausgebildet.

Als starker Beschäftigungs- und Ausbildungsstandort sind die Perspektiven für die künftige Fachkräftesicherung in der Region Hannover weitaus günstiger als in anderen, insbesondere ländlich geprägten Regionen. Allerdings wird mit der zunehmenden Alterung der Bevölkerung auch in der Region Hannover der Bedarf an Gesundheits- und v.a. Pflegeleistungen steigen. Nach einer Modellrechnung des NIW auf Grundlage der NBank Bevölkerungsprognose ist bis zum Jahr 2030 mit einer Zunahme der Pflegefälle um ein Drittel gegenüber 2010 zu rechnen. Die vom NIW erstellte Studie soll der Region Hannover eine Informationsgrundlage für die Entwicklung zukunftsgerichteter Strategien zur nachhaltigen Sicherung des Fachkräftebedarfs in diesem bedeutenden Segment der Wirtschaftsstruktur liefern.

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