Die regionalökonomische Bedeutung der Meyer Werft GmbH Papenburg für die Landkreise Emsland und Leer

Gutachten im Auftrag der Landkreise Emsland und Leer

Krawczyk, Olaf, Hardt Ulrike, Hans-Ulrich Jung, Ulrich Schasse und Alexander Skubowius

Hannover, Februar 2010

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Die Untersuchung zur regionalökonomischen Bedeutung der Meyer Werft ist der Frage nachgegangen, welche Produktions-, Wertschöpfungs-, Beschäftigungs- und fiskalischen Effekte aus den ökonomischen Aktivitäten der Werft für die beiden Landkreise Emsland und Leer resultieren.

Maßgeblich für diese Effekte ist die durch die Produktion der Werft angestoßene Nachfrage nach Gütern und Dienstleistungen als Primärimpuls sowie deren weitere Vorleistungsbezüge der Lieferanten. In einem modifizierten Input-Output-Modell werden sowohl die direkten als auch die indirekten Produktionseffekte aus den Vorleistungsbezügen der Werft geschätzt. Darüber hinaus werden auch die Effekte berücksichtigt, die aus den Konsumausgaben der direkt und indirekt erzielten Einkommen resultieren, wie auch die Wirkungen aus dem werftinduzierten Freizeit- und Geschäftstourismus. Aus den geschätzten regionalen Produktionseffekten der ökonomischen Aktivitäten der Werft sind Beschäftigungseffekte, Wertschöpfungseffekte wie auch fiskalische Effekte für die regional bedeutsamen Steuerarten abgeleitet worden.

Die Untersuchung hat gezeigt, dass die Werft von zentraler ökonomischer Bedeutung für die Region ist, sowohl hinsichtlich der Beschäftigungseffekte, aber auch hinsichtlich ihres regionalen Innovationspotenzials. Die regionalökonomischen Effekte sind in ihrer Größe dabei maßgeblich durch den regionalen Verbleib der werftinduzierten Nachfrage determiniert. Sie sind auf die Struktur der regionalen Wirtschaft und somit auf das Angebot an Gütern und Dienstleistungen zurückzuführen, das die nachfragende Werft in der Region vorfindet. Für die regionale Wirtschaftsförderung bedeutet dies zum einen, die ansässigen Zulieferer bei der Beseitigung von Hemmnissen und Engpässen zu unterstützen und zum anderen die Ansiedlung weiterer Zulieferer in der Region zu fördern. Hervorzuheben ist in diesem Zusammenhang aber auch, dass ein Großteil der Vorleistungen der Werft - nämlich 80% - von Unternehmen aus Deutschland erbracht werden.

Die Studie führt ebenfalls die Ergebnisse einer Prüfung zur Standortverlagerung zusammen und betrachtet die regionalökonomischen Konsequenzen für die Region.

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