niw info spezial 2/2013: Unausgeschöpfte Potenziale in der Kita-Platzvergabe

08.11.2013

Die Knappheit von Betreuungsplätzen für Kinder unter drei Jahren in Deutschland stellt die Eltern und hier insbesondere die Mütter vor Probleme der Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Der (unfreiwillige) Verzicht auf eine Erwerbstätigkeit oder die nur eingeschränkten Möglichkeiten führen gesamtwirtschaftlich betrachtet zu bedeutenden Wohlfahrtsverlusten und einer geringeren Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft. Als Reaktion hat die Bundesregierung den Ausbau des Betreuungsangebots gefördert, um ab dem 1. August 2013 für etwa 39 Prozent der Unterdreijährigen Betreuungsmöglichkeiten bereitstellen zu können. Seit diesem Datum besteht ein Rechtsanspruch auf Betreuung von vier bis fünf Stunden pro Tag für die jüngsten Kinder.

Doch nicht allein das bloße Angebot an Betreuungsmöglichkeiten ist entscheidend für die Befriedigung der Nachfrage, auch eine schnelle und passgenaue Vergabe spielt eine wichtige Rolle. Die Analyse des NIW zeigt, dass durch die Umstellung von der in der Praxis häufig angewandten dezentralen Organisation der Kitaplatzvergabe auf ein zentrales System in der Kommune eine effizientere Besetzung der verfügbaren Plätze möglich werden würde. Die Untersuchung verwendet hierzu einen Ansatz aus der sogenannten Mechanismus-Design-Theorie. Die Nützlichkeit dieser ökonomischen Teildisziplin hat sich bereits in anderen Situationen so erfolgreich bewährt, dass im Jahr 2012 der Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften hierfür vergeben wurde.

Die wesentlichen Ergebnisse präsentieren wir in kompakter Form im niw info spezial 2/2013.

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